Online-Betrüger erbeuten Millionenbeträge mit dem „Chef-Trick“ 0

Posted on 15, März 2017

in Category Allgemein


Online Betrüger erbeuten Millionenbeträge mit dem „Chef Trick“/allgemein

Derzeit häufen sich die Meldungen über eine Betrugsmasche, die deutsche Unternehmen bereits viele Millionen Euro gekostet hat, weltweit geht es sogar in den Milliarden-Bereich. Die Rede ist vom sogenannten „Geschäftsführer-Trick“, auch bekannt unter „CEO-Fraud“ oder „Fake President“.

Die Betrugsmethode funktioniert mit einer simplen Masche: Die Räuber informieren sich vorab auf den Internetseiten der Unternehmen, ggf. mit auch mit Hilfe sozialer Netzwerke über deren Hierarchien und Kontaktdaten, die es ihnen ermöglichen, sich per E-Mail als Vorgesetzter, bzw. Geschäftsführer auszugeben. Diese sind meist sehr geschickt gefälscht und unterscheiden sich von einer „originalen“ E-Mail nur durch Kleinigkeiten. Oft finden die Angreifer sogar eingescannte Unterschriften, etc. die sie für Ihr Vorhaben einsetzen können.

Diese E-Mail senden die Betrüger an Mitarbeiter der Buchhaltung mit der ausdrücklichen Bitte um Diskretion und dem Auftrag zur Überweisung eines Betrages auf ein (meist) tschechisches Konto. Als Grund wird dazu ein „streng geheimer Unternehmenskauf“ angegeben und als Empfänger der Besitzer eines Beratungsunternehmens. Zudem enthält die E-Mail eine scheinbar seriöse Kopfzeile sowie im Anhang die vom „Chef“ genehmigte Rechnung.

Nach Überweisung des Betrages wird dieser von den Betrügern unverzüglich auf ausländische Konten (meist China oder Osteuropa) weitergeleitet, die unter falschen Namen eingerichtet wurden. Nach dem Leerräumen des Kontos sind die Räuber nicht mehr nachzuverfolgen.

Um nicht auf diese Masche hereinzufallen, wird empfohlen, vor einer ähnlichen Transaktion immer den persönlichen Kontakt mit dem Geschäftsführer/ Vorgesetzten zu suchen und sich auf diesem Wege die Bestätigung einzuholen. In jedem Fall lohnt es sich die E-Mail-Adresse genauestens zu prüfen – oft sind es nur minimale Unterschiede, wie beispielsweise ein fehlender Punkt.

Keinesfalls sollte eine solche Nachricht per „Antworten“-Funktion beantwortetet werden, besser ist die Eingabe der E-Mail-Adresse des Geschäftsführers „per Hand“, da auch Rückfragen an die Betrüger seriös und glaubhaft beantwortet werden.

Bei einem Betrugsverdacht sollte umgehend die Polizei informiert werden.

 

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